Mai 12 2016

Ausstellung „Hotel Radio oder die lachenden Zebras“

Ausstellungen „Hotel Radio oder die lachenden Zebras“ – Peer Oliver Nau und Rüdiger Koch – vom 21. Mai bis 24. Juni 2016

Der Kunstverein Schwedt e.V. eröffnete am Sonnabend, dem 21. Mai um 15 Uhr eine weitere Gemeinschaftsausstellung. „Hotel Radio oder die lachenden Zebras“ vereinte die Künstler Rüdiger Koch und Peer Oliver Nau.
Rüdiger Koch, Jahrgang 1966, lebt seit 1996 in Berlin und ist freischaffender Künstler und Mitglied im BBK Berlin.
Zu sehen waren die Arbeiten von Rüdiger Koch in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. in Kaliningrad, Goslar und Berlin.
In Schwedt zeigte Rüdiger Koch Arbeiten aus seinem Hauptthemenkreis: Landschaften und Stadtlandschaften – hauptsächlich Acrylbilder, Kohle- und Tuschezeichnungen sowie einige Studienblätter.
Einige Arbeiten auf Papier und Karton wurden erstmalig gezeigt.
Industriehallen, solitäre Häuser und Bauten der berlinischen und brandenburgischen Landschaft waren zu sehen, aber der Sehnsuchtsort Süden – besonders Italien – spielte ebenso eine große Rolle in Kochs Bildern.
Studien, Skizzen und Zeichnungen entstehen bei Rüdiger Koch vor Ort als kurze Augenblicksbeschreibung, die Bilder hingegen sind eigene Findungen bzw. Bildkompositionen, die sich im Atelier und erst durch viele Farbschichten hindurch aufbauen.

Peer Oliver Nau, 1971 in Halle an der Saale geboren, studierte an der Universität für angewandte Kunst Zwickau und machte den Master an der Bauhausuniversität Weimar, lebt und arbeitet heute auf einem Hof in Ellerbeeck bei Hamburg. Peer Oliver Nau arbeitet mit dem ungewöhlichen Instrument der Kettensäge. Aus riesigen Holzblöcken entstehen expressive, farbige Skulpturen in ironischen, ernsten oder auch makaberen Situationen.
Die überaus sehenswerten Arbeiten des Künstlers waren schon in vielen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, u.a. in Chicago und Sao Paulo.

Apr 22 2016

Gedenkausstellung „Heidi Peterling-Galle“

Gedenkausstellung Heidi Petzerling-Galle vom 30. April bis 16. Mai 2016

Ausstellungseröffnung am 30. April um 15 Uhr – Begrüßung Jürgen Polzehl, Bürgermeister der Stadt Schwedt/Oder, Einführung Dorothea Leins, Kunsthistorikerin Berlin, musikalische Umrahmung Serafina Jaffé Harfe Stansdorf

Mit Heidi Petzerling-Galle verlor die Stadt Schwedt/Oder im Januar 2016 eine bekannte Künstlerin, hervorragende Grafikerin, Malerin und Grafikdesignerin. Mit ihren bezaubernden Plakaten für die jährlichen Weihnachtsmärchen in den ubs, für Kunstausstellungen, für die historischen Stadtfeste und für Veranstaltungen der Musik- und Kunstschule stimmte sie auf die kulturellen Höhepunkte in der Stadt ein. Für die Erich-Kästner-Grundschule entwarf sie die Giebelgestaltungen mit ihren großformatigen Darstellungen der Kinderbücher „Doppeltes Lottchen“ und „Fliegendes Klassenzimmer“. Die Faszination der Künstlerin von der Landschaft des Unteren Odertals fand ihren Ausdruck in Aquarellmalerei und feinen Grafiken, von denen u.a. zahlreiche Arbeiten in der Kunstgalerie des Schwedter Rathauses ausgestellt sind. Ihr Wandbild „Tabakblätter“ im Stadtteil Kastanienallee und die von ihr entworfenen Ladenausleger für die Vierradener Straße sind allseits bekannt. Der Entwurf der Intarsienwand „Schwedt und seine Umgebung“ im Beratungsraum des Bürgermeisters, die 2015 in das neue Rathaus umgesetzt wurde, stammt von ihr. Die vielseitige Künstlerin lebte von 1966 bis 1994 in Schwedt. 2015 zog sie in die Oderstadt zurück.

Zur Erinnerung an ihr künstlerisches Lebenswerk gestalten die Stadt Schwedt/Oder und der Kunstverein Schwedt e.V. diese Sonderausstellung. Auch die PCK Raffinerie beteiligt sich mit Leihgaben aus ihrem Fundus an der Ausstellung.

Mrz 10 2016

Ausstellung „Kunststück Garten“

Ausstellung vom 19. März bis 26. April 2016

Kunststück Garten „BLÜH!“                                                                                 

Unter diesem Titel, passend zum beginnenden Frühling, eröffnet der Kunstverein Schwedt e.V. am Sonnabend, dem 19.03.2016 um 15 Uhr eine Gemeinschaftsausstellung. Die 4 Künstlerinnen von Kunststück Garten, Ines Diederich, Charlotte Bieligk, Christina Pohl und Sabine Kalicki öffnen nicht nur zweimal jährlich ihre Ateliers und Gärten, sondern zeigen auch regelmäßig in Ausstellungen Werke zu diesem Thema. In diesem Jahr unter dem Titel „BLÜH!“. Zu sehen sind Installationen, Fotografien, Malerei, Zeichnung und Grafik. So unterschiedlich die Techniken, so verschieden die Ansätze: vom ökologischen Gedanken bis zu ornamentalen Verklärungen, von Gedichten inspirierten Zeichnungen bis zu geheimnisvollen Fotos.

Die Künstlerinnen leben und arbeiten in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Das Projekt Kunststück Garten gibt es seit 2010.

Zur Vernissage werden alle 4 Künstlerinnen anwesend sein und über die Entstehung des Projektes Kunststück Garten informieren. Musikalisch begleitet wird die Ausstellungseröffnung durch Tom Schmeichel am Klavier.

Jan 10 2016

Ausstellung „Treffpunkt Wildnis“

Ausstellung vom 16.1. bis 18.2.2016

Gatow „Fotografische Nationalpark-Exkursion“ für Mitglieder des Schwedter Kunstverein.

Großes Interesse gab es kürzlich zu einer fotografischen Nationalpark-Exkursion für Mitglieder des Schwedter Kunstvereins. Für die Tour wurde nördlich von Schwedt in Höhe des Ortsteils Gatow ein Abschnitt ausgewählt, welcher zu den sich entwickelnden Wildnisgebieten des Nationalparks Unteres Odertal gehört. Die vielfältige Landschaft bot den Fotografierenden reichhaltige Abwechslung und spannende Motive. Zum Foto-Spaziergang äußerte sich Grit Droese: „Es war interessant, ich nehme schöne Eindrücke mit nach Hause. Wir haben uns ausgetauscht und ergänzt“.

Abschließendes Ziel dieser Aktivität ist eine Foto-Ausstellung in der Galerie am Kietz.

Weitere Angebote und Aktivitäten für die Vereinsmitglieder sind angedacht. Es könnten Aktmalerei oder ein Atelierbesuch bei einem Künstler aus der Uckermark-Region sein.

Nov 01 2015

Ausstellung „7 malen am Meer – 10 Jahre Kaiserbäderpleinair, Heringsdorf, Usedom“

Ausstellung vom 7. November bis 17. Dezember 2015

„7 malen am Meer – 10 Jahre Kaiserbäder Heringsdorf, Seebad Usedom“

Vernissage am 7.11.2015 um 15 Uhr, Laudatio Dr. Karin Lehmann, stellvertretende Kurdirektorin 3Kaiserbäder, musikalisch unterstützt von Thomas Putensen

Entstanden aus einer Idee des Berliner Malers Sigurd Wendland in Zusammenarbeit mit der stellvertretenden Kurdirektorin Dr. Lehmann, entwickelte sich dieses Projekt mit den Jahren zu einem Publikumsliebling.
7 MalerInnen malen 7 Tage im Seebad Heringsdorf ohne thematische Vorgaben, aber pleinair (Freiluft) im Heringsdorfer Museum Villa Irmgard. Die historische Villa wandelt sich in dieser Zeit in eine Malerkommune, wo die Künstler gemeinsam arbeiten, leben, kochen. Das Museum steht in dieser Zeit jedem Besucher offen, die Künstler beim Schaffen zu beobachten und zu befragen. In all den Jahren ist das eine Woche des intensiven Malens, in der bis zu 80 Gemälde entstehen, die anschließend in einer Ausstellung der nassen, frischen Werke im Museum Villa Irmgard Heringsdorf zu sehen sind. Alles immer dokumentiert in einem umfangreichen gebundenen Katalog. Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft von Georg Friedrich Prinz von Preußen, der es sich nicht nehmen lässt, immer ein Vorwort zum Katalog bei zu steuern. Alljährlich wählt eine Jury 7 KünstlerInnen aus. Kriterium ist die malerische Qualität, Professionalität und die Voraussetzung, dass die Künstler zwischen den Badegästen malen können. Für das Jahr 2014 wurden nur Künstler eingeladen, die bereits in den Vorjahren ihr Können gezeigt hatten, ein „best of“ zum 10. Mal „7 malen am Meer“.
Der Kunstverein Schwedt e.V., der als Organisator des Internationalen Landschaftspleinairs ebenfalls gute Erfahrungen mit dieser Art von Künstlertreffen gemacht hat, zeigt in dieser Ausstellung in Zusammenarbeit mit Sigurd Wendland, die Ergebnisse des diesjährigen Kaiserbäderpleinairs.
Teilnehmende KünstlerInnen waren 2015 Eva Kobberrød (DK), Vessela Posner (BG), Dorien von Diemen (NL), Henrik Scheel Andersen (DK), Janko Göttlicher (D), Finn Have (DK) und Sigurd Wendland (D).

Okt 20 2015

Ausstellung „Axel und Cornelia Schulz – Letzte Schwedter Ausstellung“

Ausstellung vom 5. September bis 15. Oktober 2015

Axel und Cornelia Schulz – Letzte Schwedter Ausstellung

Unter diesem Titel wurde noch bis zum 15. Oktober eine umfangreiche Schau mit Werken der beiden bekannten Schwedter Künstler in den Räumen der Galerie am Kietz gezeigt. Diese Ausstellung reihte sich ein in die Veranstaltungen zum 750jährigen Stadtjubiläum mit seinem großen Thema „Schwedter Persönlichkeiten“. Für den Kunstverein Schwedt e.V. ein guter Zeitpunkt, um seinem Gründungsvater Axel Schulz und Cornelia, die bis heute Mitglied des Vereins ist, diese Ausstellung zu widmen. In beiden Teilen der Galerie war ein Gang durch das jahrzehntelange Schaffen der beiden Bildhauer zu erleben sein. Ausgestellt wurden Skulpturen, darunter viele Leihgaben, Malerei, Grafik und Zeichnungen. Die Ausstellung konnte während der Feierlichkeiten zum Stadtfest am 26. und 27. September 2015 in der Zeit von 11 bis 18 Uhr besucht werden.

Die Laudatio zur Eröffnung hielt Friedrich Nostitz, musikalisch wurde die Vernissage am 5.9.2015 von Andreas Kaufmann und Edith Steyer begleitet.

Jun 10 2015

Landschaftspleinair 2015

24. Internationales Landschaftspleinair – Künstler erleben den Nationalpark Unteres Odertal

„Spiegelungen“ war der Titel des 24. internationalen Künstlertreffens im Kunstverein Schwedt e.V. vom 1. bis 13. Juni 2015

2015 fand zum 24. Mal das Internationale Landschaftspleinair „Künstler erleben den Nationalpark Unteres Odertal“ statt. Austragungsort und Ausrichter war die Galerie am Kietz des Kunstvereins Schwedt e.V. in einem alten Tabakspeicher in der Stadt Schwedt/Oder in der Nähe des Nationalparks Unteres Odertal.

Das Thema „Spiegelungen“ stellt die Nähe zu den Flüssen und Wasserstellen im Nationalpark in den Mittelpunkt und lud zu Interpretationen ein. Diese zu entdecken, sich inspirieren zu lassen und das Gefundene umzusetzen, luden wir Künstler ein. Ein Ziel des Pleinairs war es, Künstler unterschiedlicher Genres zusammenzuführen, Kontakte zu fördern, Überschneidungen zuzulassen und zu fördern. Malerei und Grafik standen dabei im Mittelpunkt, aber auch experimentelle Kunst sowie Installationen waren willkommen. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und die Öffnung des Hauses während des Pleinairs waren, wie bereits bei früheren Veranstaltungen dieser Art, Begegnungen der Künstler mit interessierten Besuchern möglich.

Die eingeladenen Künstler fanden in den Räumen der Galerie am Kietz Platz zum Arbeiten und für Begegnungen. In der Galerie konnte auch die Grafikwerkstatt für Radierungen, Lithografie, Hochdruck und Buchdruck genutzt werden.

Eine Auswahl der entstandenen Werke wird als Pleinairabschluss in einer Ausstellung präsentiert. Darüber hinaus wird zum Jahresende ein Katalog mit den Ergebnissen des Pleinairs herausgegeben.

 

Eingeladen wurden folgende Künstlerinnen und Künstler:

Renate Kletzka Polen/DE

Vessela Posner Bulgarien

Matthias Koeppel DE

SOOKI Koeppel Korea

Uschi Leonhardt DE

Irene Sohler DE

Anne-Franciose Cart Burundi/Schweiz

Viola Große DE

Jan Bresinski Polen

Jana Debrodt DE

Astrid Weichelt DE

Karin Brosa DE

Mrz 15 2015

„Ausstellung „welcome to the magic ballroom“ Monika Ortmann“

„welcome to the magic ballroom“ Monika Ortmann – Ausstellung vom 28. März bis 21. Mai 2015

Eigenartige Wesen schweben durch den Raum. Überschlanke, grazile Gestalten, durchscheinend hängen sie an ihren Tentakelarmen tief herunter, so ins Extreme langgestreckt, dass sie ganz leicht den Boden berühren. Die geheimnisvollen Ankömmlinge seilen sich wie zu einem Stelldichein ab. Sie kommen, um zu tanzen. „Welcome to the magic ballroom“ lautet die Einladung von Monika Ortmann, die uns damit auffordert, uns auf dieses `lautlose Spektakel´einzulassen. Wir können uns unter diese Figuren mischen, die mit ihren weit aufgespannten Reifröcken und ihren hochhackigen Tanzschuhen einen wahrlich magischen Auftritt vorbereiten. Jeden Moment, so scheint es, könnte das Klack-Klack der Schuhe auf dem harten Fußboden beginnen. Aber noch ist alles ruhig. Höchstens eine leichte Bewegung, ein Schwanken im Luftzug. Die Installation „Welcome to the magic ballroom“ hat etwas Theatralisches. Sie ist mit Tanztheater und Performance verwandt, und so nimmt es nicht wunder zu erfahren, dass Monika Ortmann auch in der performativen Kunst zu Hause ist und im Rahmen ihrer Ausstellungen häufig Tanzperformances von professionellen Tänzern aufgeführt werden. Davon zeugen zwei eindrucksvolle Beispiele, die in dieser Ausstellung per Video übertragen werden. Monika Ortmanns Formensprache legt figurative Bezüge nahe, die mit sprechenden Details betont werden. Es sind kreatürliche Wesen, die bei genauerer Betrachtung ganz unterschiedliche Charaktere vorstellen, vielleicht auch unterschiedliche Lebensalter – alte, junge, gerade erst sich formende oder pompös aufgeplusterte Exemplare lassen sich von einander unterscheiden. Diese Wesen befinden sich tatsächlich in einem Zustand „dazwischen“: zwischen oben und unten, zwischen der diesseitigen und einer jenseitigen, unbekannten Welt. Nach Art der Kunst erlauben sie uns einen Blick in eine andere Wirklichkeit. Sie geben uns eine Ahnung davon, dass die ausschließlich praktische Sicht auf die Dinge einen wesentlichen Teil ausblendet, den Bereich der unbewusst wirkenden Mechanismen, der psychischen Befindlichkeiten und unterschwelligen Inhalte. Monika Ortmann greift bei ihren Szenarien auf einen Werkstoff zurück, der bereits durch die Doppelrolle als funktionales, im Alltäglichen verankertes Material und einer hohen symbolischen Aufladung gekennzeichnet ist – Die Künstlerin arbeitet mit Nylonstrumpfhosen und das seit den 1970er Jahren. Seitdem blicken wir auf zum Zerreißen gespanntes Gewebe, dunkle Zwickel, sich überlagernde Transparenzen, die eine starken erotischen Aspekt in die Arbeiten einfließen lassen. Weiche, organische Formen und das Spiel zwischen Öffnen und Schließen tauchen auch in Monika Ortmanns Tafelbildern immer wieder auf. Hier bearbeitet sie das Material derart, dass sich ausgesprochen reizvolle graphische Strukturen ergeben. Im bewussten Gestalten mit Laufmaschen und Löchern und den Überlagerungen mehrerer Schichten findet sie zu unglaublich differenzierten Strukturen. Gelegentlich, wie bei den Embryobildern, stellen sich durch eingestickte kleine Zeichnungen erzählerische Bezüge her.

Jan 15 2015

Vereinsausstellung „Neues und Altes“

Ausstellung vom 29. November 2014 bis 26. Februar 2015

„Neues und Altes“ – 12. Vereinsausstellung des Kunstvereins Schwedt e.V.

Der Kunstverein Schwedt e.V. beendet das Ausstellungsjahr 2014, das ganz nebenbei das Zwanzigste seines Bestehens ist, mit seiner traditionellen Vereinsausstellung. In losen Abständen bietet der Verein seinen Mitgliedern die Möglichkeit, sich in dieser Schau mit ihren Werken zu präsentieren. Ab dem 29. November zeigen dann 22 Mitglieder und auch Freunde des Vereins Kunstwerke neueren und älteren Datums. So auch der Titel der Ausstellung „Neues und Altes“. Im Jubiläumsjahr des Kunstvereins wird ein wenig Rückschau gehalten, aber auch viel Neues gezeigt. Vertreten sind Mitglieder, die dem Verein seit langen Jahren angehören, aber auch Mitglieder, die erst kürzlich beigetreten sind. Unsere Besucher erwartet eine große Vielfalt an künstlerischer Umsetzung, neben Malerei, Grafik und Fotografie, werden auch keramische Arbeiten zu sehen sein.

Die Vernissage am 29. November um 15 Uhr wurde vom Vereinsmitglied Eva Höhne musikalisch begleitet.

Premiere Nationalparkhymne – 17 Uhr

Seit vielen Jahren inspiriert der Nationalpark Unteres Odertal nationale und internationale Künstler, die einmal im Jahr innerhalb des Internationalen Landschaftpleinairs in Schwedt zu Gast sind. Die Verbindung von unberührter Natur, Stadt, Industrie und die Menschen, die hier leben, faszinierte auch die 1954 in Korea geborene und seit 1984 in Berlin freischaffende Künstlerin SOOKI.

Beim Internationalen Landschaftspleinair unter dem Titel „Zwischenraum“ 2012 war auch SOOKI eine von 15 eingeladenen Künstlern. Die gemeinsame Arbeit hier in Schwedt, das Gesehene und Erlebte veranlasste die Künstlerin, sich der Stadt auch weiterhin verbunden zu fühlen. 2013 trat die als Mitglied dem Kunstverein Schwedt e.V. bei. Die Eindrücke des Pleinairs verarbeitete SOOKI dann gemeinsam mit ihrer Familie auf eine ganz besondere Art und Weise. Zusammen mit ihrem Mann, Matthias Koeppel, einem Maler und Dichter und ihrer Tochtr Mathilde, Pianistin und Komponistin, entstand eine Nationalparkhymne.

Diese Hymne wurde nun in Anwesenheit von Vertretern des Nationalparks und der Stadt Schwedt/Oder sowie der Künstlerin uraufgeführt. Diesen Termin nahm der Kunstverein Schwedt e.V. auch zum Anlass, sich bei seinen Ausrichtungspartnern der Pleinairs herzlich zu bedanken.

Sep 25 2014

Ausstellung „Text, Textur, Textil“

Ausstellung vom 4. Oktober bis 16. November 2014

„Text, Textil, Textur“ – 10 junge Künstler und Künstlerinnen, Absolventen der Kunsthochschule Halle / Burg Giebichenstein mit textilen Bildern, geschmiedeten Plastiken, Jacquardwebereien, Stickereien und Zeichnungen.

Die Künstler und Künsterlinen zeigen aktuelle Arbeiten, die starken Bezug auf textile Formsprachen nehmen und den Bereich Grafik, Plastik und textiler Kunst zu zuordnen sind. Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem textilen Gedanken (textus, lat. Text, Gefüge, Gewebe, Geflecht), wobei dieser nicht zwangsläufig durch die Benutzung textiler Materialien aufgezeigt wird, sondern viel mehr durch eine ähnliche Formensprache der verschiedenen Arbeiten seinen Ausdruck findet. Dabei ist das „Gewebe“ Ausgangsbasis für die Arbeiten der Ausstellung. Ob tatsächlich gewebt, oder in feinen Bleistiftlinien miteinander verflochten, verwoben und netzartig ausbreitend – von der Linie, dem Faden zum Bild, oder dem Gestickten – Textur ist die Grundlage aller künstlerischen Arbeiten. Dabei werden in der Ausstellung nicht nur Arbeiten gezeigt, die die Übersetzung des Wortes wörtlich nehmen, Gewebe also in ihrer Materialbeschaffenheit sind, wie zum Beispiel die handgewebten Jacquardwebereien der Künstler Anna Maria Gawronski, Nina Hohberger, Kathrin Endres, sondern auch Positionen, die in ihrem Bildinhalt verschiedenen Texturen und Struckturen nachspüren und sich mit Bleistift, Tusche, Nadel und Faden oder Stahl dem Thema annähern.

So sind zum Beispiel die Grafiken der Künstlerin Caterina Behrendt allein durch ihre Anmutung der mit Tusche gezeichneten Linien Bilder von Gewirken. Sie selbst sagt über ihre Arbeit: „Ich zeichne mit Bleistift und Tusche auf weißem Papier. In meiner Arbeit zeige ich dem Betrachter mögliche Verbindungen einer Art Einzelwesen und wie sie miteinander in Beziehung treten. Variationen, die schwebend im Raum für kurze Zeit klingen, sich aufhalten, um sich dann erneut zu verketten. Sie wachsen, sie liegen, sie knoten und fallen.“

Anders hingegen die in Berlin lebende Künstlerin Nina Hohberger. Sie lässt sich in ihrer Arbeit auf eine ganz andere Form der Muster, bzw. Textur ein. In ihrem künstlerischem Arbeitsprozess werden sukzessiv Einzelentscheidungen getroffen, die zunächst analytisch zerlegt, gegliedert und geordnet werden, um dann im Ganzen, verbindend wirken zu können. Die fotografierten und nachträglich gewebten Plakatabrisse, umschreibt die Künstlerin mit dem Begriff Verortung, dessen Kontext dabei der urbane Raum ist.

So sind die Ausgangspunkte und Bildinhalte der Künstler der Ausstellung stark verschieden. Für Anna Maria Gawronski und Constanze Rilke wird zum Beispiel der Kontext ihrer künstlerischen Arbeiten bestimmt durch naturnahe Räume. Gawronski zeigt in der Ausstellung 4 Jacquardgewebe aus der Serie „Borkener Enten“, während von Constanze Rilke kleine Objektkästen zu sehen sind, die Fundstücke der Natur in den Kontext der Kunst setzen und damit neue Inhalte für den Betrachter öffnen. Der Leipziger Künstler Robert Perendi zeigt Arbeiten, die das Thema Textil aus einem ganz anderen Standpunkt betrachten. So präsentiert er Fotografien, die bei seinen Studienreisen entstanden und den Schwerpunkt auf den Fokus der Textur lenken.

Eine ganz andere Position nehmen die Arbeiten von Andreas Theile ein. Textur und Struktur der unwiderrufliche Standpunkt aus Stahlblech. Die Arbeiten erfahren durch die besondere und zeitintensive Entstehungsweise einen ständigen Wandel der Form und Haptik, bis diese ihren äußerlichen leichten und doch materialschweren fertigen Zustand finden.

Kathrin Endres Arbeit „Lust auf Revolution“ spielt mit der Aufwertung einer bestimmten Sache durch den Umgang mit dem textilen Material. Ihre Arbeiten sind handgewebte Transparente für die Straße. Durch die Achtsamkeit, die die Weberei im Umgang mit dem Material erfordert, kommt dem Dargestellten eine besondere Wertschätzung zu. Die Kunst im Leben zu integrieren und andersherum. Ihre Arbeit bedeutet, beschrieben mit den Worten der Künstlerin: „Die Kunst im Leben integrieren, für etwas sein, Bewegung, Demonstrationskultur, Gebrauchskunst, Kunst die gebraucht wird. Kunst im öffentlichen Raum, Bewusstseit, Veränderung, Inspiration, Präsenz, Gesellschaft, Leben, Kunst.“

Ausstellende Künstler/innen sind:

Andreas Theile, Anna Maria Gawronski, Caterina Behrendt, Constanze Rilke, Franziska Friese, Kathrin Endres, Lisa Reichmann, Nina Hohberger, Rebekka Rauschhardt und Robert Perendi.

Vernissage am Samstag dem 4. Oktober um 15 Uhr.