Sep 15 2017

Ausstellung „Meisterwerke“ Malerei von Sigurd Wendland

Der einst Westberliner Maler Sigurd Wendland, der seit 1991 seinen Wohnsitz in der Uckermark hat, stellt in der Galerie am Kietz des Kunstverein Schwedt e.V. aus. „Es ist die größte Werkschau, die es je von mir gegeben hat“, sagt er. Mit gutem Grund wählt er Schwedt als Ort dafür, hat er doch enge Verbindungen zur Schwedter Kunstszene. In den 90er Jahren nahm er wiederholt an den Pleinairs im Unteren Odertal teil, blickte subversiv-provozierend auf die Oderstadt und setzte ihr und den ihr innewohnenden Konflikten mit seinen Bildern ein künstlerisches Denkmal. Ihm wohnt die Lust an der Provokation inne. So malte er in der Uckermark Neonazis in Springerstiefeln vor uckermärkischer Fachwerkhausidylle, er pinkelte im Bild gegen den deutsch-polnischen Grenzpfahl und stellte die Schwedter Industriekulisse in Kontrast zur unberührt wirkenden Naturlandschaft des Odertals gleich neben den Raffinerieschloten.

Die Vernissage zur Ausstellung fand am Samstag dem 16.09. 2017um 15 Uhr im Speicherteil der Galerie am Kietz des Kunstverein Schwedt e.V. statt. Die Laudatio hielt Herr Matthias Bruck. Musikalisch begleitet wurde die Eröffnung von Jonathan Eichhorn. Die Ausstellung ist noch bis zum 26.10.2017 zu sehen.

Jun 10 2017

Landschaftspleinair 2017

26. Internationales Landschaftspleinair- Künstler erleben den Nationalpark Unteres Odertal“
Für das diesjährige Pleinair wurde das Thema „Spurensuche“ gewählt.

Seit 26 Jahren ist das große Thema und Anliegen dieser Veranstaltung die künstlerische Auseinandersetzung mit der einzigartigen Schönheit der Landschaft im Nationalparks Unteres Odertal in unmittelbarer Nachbarschaft und Umgebung der Stadt Schwedt/Oder, die auch ein wichtiger Industriestandort ist. In der weitgehend natürlichen Landschaft des Unteren Odertals, zu dessen Schutz der Nationalpark Unteres Odertal gegründet wurde, hat der Mensch Spuren hinterlassen. Der Fluss Oder wurde begradigt und in ein streckenweise künstlich geschaffenes Bett geleitet. Alte mäandernde Flussarme wurden bei der Eindeichung vom Flusslauf abgeschnitten und bilden jetzt in den Polderflächen besondere Biotope. Die Landwirtschaft, insbesondere Weidewirtschaft und Heuernte prägen noch immer einige Polderbereiche. Es ist bemerkenswert, wie in unmittelbarer Nähe große Industriekomplexe schon viele Jahre bestehen und auch wachsen, ohne dass die Natur sichtbaren Schaden genommen hat. Unsere Spurensuche soll die Künstler deshalb auch zu unserem langjährigen Partner, der PCK Raffinerie GmbH Schwedt führen. Dort werden aus dem natürlichen Rohstoff Erdöl, das im Laufe von Millionen Jahren in ähnlichen Feuchtgebieten entstanden ist, für uns lebenswichtige Mineralölprodukte mittels modernster Technologien hergestellt. Besuche des städtischen Museums und des jüdischen Friedhofs bieten den Künstlern die Möglichkeit, sich auf Spurensuche in der Regional- und Stadtgeschichte zu begeben. Wir wollen so darstellen, wie Natur und verantwortungsbewusstes, menschliches Tun im Einklang stehen können.

12 nationale und internationale Künstler sind eingeladen, sich von der Natur des Nationalparks und unserer Stadt inspirieren zu lassen.
Begrüßen werden wir am 17.07.2017 Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland, Belgien, Großbritannien, Russland und der Ukraine. Für 2 Wochen wird die Galerie am Kietz ihnen wieder Heimstatt und Arbeitsplatz sein. Die Ausstellung findet vom 17.bis 18. Juli 2017 17.bis 18. Juli 2017

Eingeladen wurden folgende Künstlerinnen und Künstler:

Esther Bach, DE

Sarah Daeleman, BG

Laura Donkers, GB

Patrick Fauck, DE

Gisa Hillesheimer,DE

Lydia Lander,DE

Anastasiya Nesterova ,UK/DE

Dirk Pokoj, DE

Matvey Slavin,RUS/DE

Sheena Vallely, GB/Nordirland

Caro Wedekind, DE

Astrid Weichelt, DE

 

Mai 20 2017

„70 zum Siebzigsten“ Fotografie von Karl-Heinz Wendland

Die Vernissage zur Ausstellung fand am Samstag dem 27. Mai 2017 um 15 Uhr im Speicherteil der Galerie am Kietz des Kunstverein Schwedt e.V. statt. Die Laudatio hielt Frau Eva-Martina Weyer. Musikalisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung von der Atelier Combo – Wilfried Rößling.

Die dritte Ausstellung des Jahres ist dem Kunstvereinsmitglied und Fotografen Karl-Heinz Wendland gewidmet. Anlass für diese Personalausstellung, die in beiden Galerieteilen gezeigt wird, ist der 70. Geburtstag des ehemaligen Pressefotografen der Märkischen Oderzeitung. In nun fünf Jahren Ruhestand sind Arbeiten entstanden, die für Karl-Heinz Wendland von großem persönlichen Interesse waren, wie zum Beispiel Menschen zu portraitieren, die diese Stadt und die Region prägen. Den Nationalpark „Unteres Odertal“ hat er mit der Kamera besucht, genauso wie das Schwedter Theater mit seinen eigenen Inszenierungen. Sehr gespannt sein dürfen die Besucher auf seine Western-Portraits vom Schwedter Country Club mit seinem Domizil in Heinersdorf.

Karl-Heinz Wendland wurde 1947 in Müncheberg geboren, absolvierte dort seine Schulzeit und erlernte anschließend den Beruf eines Betonbauers. Seine Boxkarriere beim ASK Berlin begann 1963. Er wurde 1965 Deutscher Juniorenmeister. Nach dem Ende des Leistungsports zog es Karl-Heinz Wendland nach Schwedt. Hier arbeitete er als Werksfotograf im PCK Schwedt. Dann erfolgten Fotografenausbildungen in Caputh und ein Studium zum Fotografenmeister in Ferch.
Seit 1983 war Karl-Heinz Wendland Pressefotograf, zuerst beim „Neuen Tag“ und nachfolgend bis Ende 2011 bei der „Märkischen Oderzeitung.

Apr 02 2017

Jubiläumsausstellung 50 Jahre Internationaler Zeichenwettbewerb

JUNGE KUNST AUS ALTEN MAPPEN

Die erste internationale Ausstellung von Kinderzeichnungen wurde am 18. Dezember 1968 in der Schwedter Sporthalle eröffnet. Gezeigt wurden damals 300 Arbeiten, eingegangen waren über 5000 aus der Sowjetunion, Polen und der DDR. Ein Jahr zuvor war die Idee für den Zeichenwettbewerb „Entlang der Pipeline“ geboren, und Kinder der Makarenko-Oberschule Schwedt hatten die Ausschreibungen dazu selbst vervielfältigt und versendet. Heute erreichen Schwedt jährlich 2000 bis 2500 Arbeiten aus rund 20 Ländern der Welt. Was hat sich in den 50 Jahren verändert, was ist erhalten geblieben und was sollte bewahrt werden? Auf diese Fragen versuchte die Ausstellung „Junge Kunst aus alten Mappen“ in der Galerie Am Kietz Antworten zu finden. Die Ausstellungsmacher stellten aber auch Menschen vor, die den Wettbewerb auf unterschiedlichste Weise begleitet haben und ließen bewusst Presseausschnitte, Fotos, Plakate und andere Zeitdokumente für sich sprechen. Im Mittelpunkt der Ausstellung standen aber, wie sollte es anders sein, Zeichnungen der Kinder und Jugendlichen aus fünf Jahrzehnten.

 

Jan 15 2017

Ausstellung „Spannweite“, des Designers und Künstlers Siegfried Mehl

Die erste Ausstellung des neuen Jahres widmete der Kunstverein Schwedt e.V. seinem Vereinsmitglied Siegfried Mehl. Aus Anlass seines 75. Geburtstages in diesem Jahr war in den Räumen der Wintergalerie vom 21. Januar bis zum 02. März 2017 eine Personalausstellung des Designers und Künstlers zu sehen . Siegfried Mehl zeigte in dieser Ausstellung vorrangig Bildwerke mit sehr unterschiedlichen Themen aus den letzten zwei Jahren. Aber auch Arbeiten aus früheren Jahren in unterschiedlichen und ungewöhnlichen Techniken, wie zum Beispiel seine Zeitungspapierarbeiten, begegneten dem Besucher . Mit dabei auch einige seiner Stuhlobjekte, die zu seinem Markenzeichen geworden sind. Eines seiner letzten Bildwerke ist ein 2m langes Panoramabild, das seine Verbundenheit mit der Stadt Schwedt/Oder zeigt.
Siegfried Mehl wurde 1942 in Posen geboren, absolvierte seine Schulzeit an der Sportschule in Güstrow und studierte in Wismar Bauwesen. Neben seiner Tätigkeit als Bauingenieur in Schwedt studierte er an der Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein in Halle. Als Designer war er dann einer der Gestalter der Polyurethan-Möbel, die im PCK als Konsumgüter hergestellt wurden. In diesen Jahren wurde die Basis für seine Stuhlleidenschaft gelegt, der Stuhl wurde für ihn zum Kunstobjekt. Siegfried Mehl arbeitete ab 1992 für 12 Jahre als Grafiker an den Uckermärkischen Bühnen Schwedt, dementsprechend erweiterte sich sein Zugang zur Kunst. Zu der Gestaltung von Stuhlobjekten kamen eine Vielzahl von Arbeiten für den öffentlichen Raum, sowie Fassadengestaltungen in Schwedt/Oder zur ästhetischen Aufwertung der Wohngebiete.
Die Vernissage zur Ausstellung fand am 21.01.2017 um 15 Uhr in den Räumlichkeiten der Wintergalerie des Kunstvereins Schwedt e.V. in der Gerberstraße 2 in Schwedt/Oder statt. Die einführenden Worte sprach die Kulturamtsleiterin der Stadt Schwedt/Oder Frau Doris Schulze. Musikalisch begleitet wurde die Ausstellungseröffnung vom Anna Meier Trio.

 

Nov 22 2016

Ausstellung „Schönes unterm wechselnden Licht“

Ausstellung „Schönes unterm wechselnden Licht“ Dorothea Wittkopf 1936 – 2013, Malerei und Grafik, vom 26. November 2016 – 12. Januar 2017

Am 26. November um 15 Uhr eröffnet der Kunstverein Schwedt e.V. in den Räumen der Wintergalerie seine letzte Ausstellung in diesem Jahr. Zu sehen sein werden Arbeiten aus dem umfangreichen Nachlass von Dorothea Wittkopf.

Dorothea Wittkopf wäre in diesem Jahr am 10. Dezember 80 Jahre alt geworden. Sie war langjähriges Mitglied im Schwedter Kunstverein und Ehrenmitglied des Kulturhauses Schwedt. Die gezeigte Auswahl ihres Gesamtschaffens gibt Auskunft über ihren sinnlichen Weltbezug. Sie war Malerin der unmittelbaren Anschauung und geschult in genauem Hinsehen auf ihre nahe Umgebung. Ob auf Reisen in fremde Regionen, beim künstlerischen Arbeiten in der heimatlichen Natur oder im häuslichen Atelier, ihre Sujets lagen ihr stets vor Augen. Sie stellen dar, was sie für sie waren: Wunder der sichtbaren Welt.

Sep 08 2016

Ausstellung „5 Lustrum“ Marja Vleugel und Christian Breßler“

 

Ausstellung „5 Lustrum“ Gemeinschaftsausstellung Marja Vleugel und Christian Breßler vom 17. September bis zum 27. Oktober 2016

Der Kunstverein Schwedt e.V. eröffnete am Sonnabend, dem 17. September um 15 Uhr eine weitere Gemeinschaftsausstellung mit Arbeiten der niederländischen Künstlerin Marja Vleugel und des Angermünder Künstlers Christian Breßler.

5 Lustum

Lustrum ist ein Zeitabschnitt von fünf Jahren, genau so lange, wie sich die Künstler Marja Vleugel aus Alkmaar und Christian Breßler aus Angermünde kennen und zusammen leben. Alles begann im Sommer 2011, als beide an dem internationalen Landschaftspleinair des Schwedter Kunstvereins teilnahmen. Auch aus diesem Anlass initiierte der Kunstverein die Ausstellung der beiden Künstler.

Marja Vleugel studierte Grafik an der Kunsthochschule Utrecht und Christian Breßler Grafik an der Kunsthochschule Berlin/Weißensee und Malerei/Glas an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale. Die umfangreiche Schau zeigte Malereien, Grafiken und Glasobjekte nicht nur aus den letzten fünf Jahren.

Jun 01 2016

Landschaftspleinair 2016

25. Internationales Landschaftspleinair – Künstler erleben den Nationalpark Unteres Odertal

„Wildnis“ war der Titel des 25. internationalen Künstlertreffens im Kunstverein Schwedt e.V. vom 4. bis 15. Juli 2016

2016 wurde zum 25. Mal das Internationale Landschaftspleinair „Künstler erleben den Nationalpark Unteres Odertal“ ausgerichtet. Austragungsort und Ausrichter war die Galerie am Kietz des Kunstverein Schwedt e.V., in einem alten Tabakspeicher in der Stadt Schwedt/Oder in der Nähe des Nationalparks Unteres Odertal.

Das Thema „Wildnis“ stellte eine Besonderheit der Landschaft im Nationalpark in den Mittelpunkt und lädt zu Interpretationen ein. Diese zu entdecken, sich inspirieren zu lassen und das Gefundene und Empfundene umzusetzen, luden wir Künstler ein. Ziele des Pleinairs waren unter anderem, Künstler unterschiedlicher Genres zusammenzuführen, Kontakte zu fördern, Überschneidungen zuzulassen und zu fördern. Malerei und Grafik standen dabei im Mittelpunkt, aber auch experimentelle Kunst sowie Installationen waren willkommen. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und die Öffnung des Hauses für die Besucher während des Pleinairs waren, wie bereits bei früheren Veranstaltungen, Begegnungen der Künstler mit interessierten Besuchern möglich.

Eingeladene Künstler fanden in den Räumen der Galerie am Kietz Platz zum Arbeiten und für Begegnungen. In der Galerie konnte auch die Grafikwerkstatt für Radierungen, Lithografie, Hochdruck und Buchdruck genutzt werden.

Eine Auswahl der in der Zeit des Pleinairs entstandenen Kunstwerke wird als Pleinairabschluss in einer Ausstellung präsentiert. Darüber hinaus wird zum Jahresende ein Katalog mit den Ergebnissen des Pleinairs herausgegeben.

Bei allen organisatorischen Fragen waren die Mitarbeiter der Galerie und ehrenamtliche Vereinsmitglieder behilflich.

eingeladen waren folgende Künstler:

Carolin und Philipp Goldstein – Zonenkinder DE

Iris-Alexandra Haß DE

Olek Migdal PL

Gian Merlevede DE/BG

Antje Scholz DE

Ludwig Plotter DE

Agata Czeremuszkin-Chrut PL

Steffen Wilbrandt DE

Verena Braunstein DE

Sara Möbius DE

Alexander Mick UZ/ DE

Sigurd Wendland DE

Susanne Hoppe DE

Mai 12 2016

Ausstellung „Hotel Radio oder die lachenden Zebras“

Ausstellungen „Hotel Radio oder die lachenden Zebras“ – Peer Oliver Nau und Rüdiger Koch – vom 21. Mai bis 24. Juni 2016

Der Kunstverein Schwedt e.V. eröffnete am Sonnabend, dem 21. Mai um 15 Uhr eine weitere Gemeinschaftsausstellung. „Hotel Radio oder die lachenden Zebras“ vereinte die Künstler Rüdiger Koch und Peer Oliver Nau.
Rüdiger Koch, Jahrgang 1966, lebt seit 1996 in Berlin und ist freischaffender Künstler und Mitglied im BBK Berlin.
Zu sehen waren die Arbeiten von Rüdiger Koch in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, u.a. in Kaliningrad, Goslar und Berlin.
In Schwedt zeigte Rüdiger Koch Arbeiten aus seinem Hauptthemenkreis: Landschaften und Stadtlandschaften – hauptsächlich Acrylbilder, Kohle- und Tuschezeichnungen sowie einige Studienblätter.
Einige Arbeiten auf Papier und Karton wurden erstmalig gezeigt.
Industriehallen, solitäre Häuser und Bauten der berlinischen und brandenburgischen Landschaft waren zu sehen, aber der Sehnsuchtsort Süden – besonders Italien – spielte ebenso eine große Rolle in Kochs Bildern.
Studien, Skizzen und Zeichnungen entstehen bei Rüdiger Koch vor Ort als kurze Augenblicksbeschreibung, die Bilder hingegen sind eigene Findungen bzw. Bildkompositionen, die sich im Atelier und erst durch viele Farbschichten hindurch aufbauen.

Peer Oliver Nau, 1971 in Halle an der Saale geboren, studierte an der Universität für angewandte Kunst Zwickau und machte den Master an der Bauhausuniversität Weimar, lebt und arbeitet heute auf einem Hof in Ellerbeeck bei Hamburg. Peer Oliver Nau arbeitet mit dem ungewöhlichen Instrument der Kettensäge. Aus riesigen Holzblöcken entstehen expressive, farbige Skulpturen in ironischen, ernsten oder auch makaberen Situationen.
Die überaus sehenswerten Arbeiten des Künstlers waren schon in vielen Ausstellungen im In- und Ausland zu sehen, u.a. in Chicago und Sao Paulo.

Apr 22 2016

Gedenkausstellung „Heidi Peterling-Galle“

Gedenkausstellung Heidi Petzerling-Galle vom 30. April bis 16. Mai 2016

Ausstellungseröffnung am 30. April um 15 Uhr – Begrüßung Jürgen Polzehl, Bürgermeister der Stadt Schwedt/Oder, Einführung Dorothea Leins, Kunsthistorikerin Berlin, musikalische Umrahmung Serafina Jaffé Harfe Stansdorf

Mit Heidi Petzerling-Galle verlor die Stadt Schwedt/Oder im Januar 2016 eine bekannte Künstlerin, hervorragende Grafikerin, Malerin und Grafikdesignerin. Mit ihren bezaubernden Plakaten für die jährlichen Weihnachtsmärchen in den ubs, für Kunstausstellungen, für die historischen Stadtfeste und für Veranstaltungen der Musik- und Kunstschule stimmte sie auf die kulturellen Höhepunkte in der Stadt ein. Für die Erich-Kästner-Grundschule entwarf sie die Giebelgestaltungen mit ihren großformatigen Darstellungen der Kinderbücher „Doppeltes Lottchen“ und „Fliegendes Klassenzimmer“. Die Faszination der Künstlerin von der Landschaft des Unteren Odertals fand ihren Ausdruck in Aquarellmalerei und feinen Grafiken, von denen u.a. zahlreiche Arbeiten in der Kunstgalerie des Schwedter Rathauses ausgestellt sind. Ihr Wandbild „Tabakblätter“ im Stadtteil Kastanienallee und die von ihr entworfenen Ladenausleger für die Vierradener Straße sind allseits bekannt. Der Entwurf der Intarsienwand „Schwedt und seine Umgebung“ im Beratungsraum des Bürgermeisters, die 2015 in das neue Rathaus umgesetzt wurde, stammt von ihr. Die vielseitige Künstlerin lebte von 1966 bis 1994 in Schwedt. 2015 zog sie in die Oderstadt zurück.

Zur Erinnerung an ihr künstlerisches Lebenswerk gestalten die Stadt Schwedt/Oder und der Kunstverein Schwedt e.V. diese Sonderausstellung. Auch die PCK Raffinerie beteiligt sich mit Leihgaben aus ihrem Fundus an der Ausstellung.